Ziele stecken oder laufen lassen?

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Vielleicht fragst Du Dich schon beim Lesen des Titels, wie relevant das Ganze für Dich überhaupt ist. Deshalb lass uns am Anfang mit einem kleinen Gedankenexperiment starten: Setzt Du Dir (so wie ich) gern Ziele? Überlegst Du Dir manchmal, wie Du aus einer Situation der bloßen Zufriedenheit in eine Position der Begeisterung kommst? Wo geht die Reise hin, was sind meine nächsten Schritte und was kann ich dafür alles tun?

Vision & Visualisierung

Wenn Du Dir darüber ab und zu oder eben jetzt gerade in diesem Moment über all diese Fragen Gedanken machst, dann malst Du Dir unbewusst Deine Vision auf. Du visualisierst gedanklich was Du persönlich und geschäftlich im nächsten Jahr, in den nächsten 5 oder sogar 10 Jahren erreichen und wo Du in Deinem Leben stehen willst. Wenn Du diese Vision einmal hast, erleichtert Dir das die Entscheidung welche Schritte Du gehen solltest, welche Aufgaben Du priorisieren möchtest und welche Themen Du angehen kannst, die Du vorher eventuell noch gar nicht bedacht hast.

Natürlich ist die Vision in Deinen Gedanken jetzt verschwommen und Du kannst einzelne Punkte gar nicht richtig greifen. Deshalb darfst Du Dir ruhig Zeit nehmen und alles was Du da gerade siehst, was Du als Unternehmer/in und auch als Privatperson erreichen willst, aufschreiben. Wenn Du Schwierigkeiten hast Deine Gedanken zu Papier zu bringen, dann kannst Du auch erst einmal mit einer Löffelliste starten. Deine Löffelliste enthält die 100 Dinge, die Du erlebt haben willst und wirst bevor Du den Löffel abgibst. Vielleicht sagt Dir auch eher der Begriff Bucket List etwas. Im Kern geht es darum einmal alles aufzuschreiben was Du in Deinem Leben noch erreichen willst. Egal wie alt Du wirst, egal was bis dahin passiert, egal wie groß oder klein Dir die Dinge erscheinen.

Alle Punkte auf Deiner Liste kannst Du auch in 4 Bereiche einordnen. Diese helfen Dir bei der richtigen Balance:

1. Was möchtest Du haben?
2. Wer möchtest Du sein?
3. Was möchtest Du geben?
4. Was möchtest Du sehen/erleben?

Um es deutlicher zu sagen: Du lebst nur einmal. Also lebe Dein Leben - privat und unternehmerisch.

Noch klarer und greifbarer wird Deine Vision, wenn Du sie durch Bilder veranschaulichst, also visualisierst. Das kannst Du online machen oder klassisch auf Papier. Du kannst Dir zum Beispiel alle Punkte nehmen, die Du im nächsten Jahr erreichen willst und suchst zu jedem ein passendes Bild. Das kann ein Urlaubsfoto sein, einen Geldstapel und so weiter. Bei vielen Deiner Ziele kannst Du Dich auch direkt selbst in die Collage einbauen. Nehmen wir mal an, dass Du Dir für kommendes Jahr ein sportliches Ziel setzt, egal ob es jetzt der Marathon ist, den Du mitlaufen willst oder das Ziel, dass Du Dein Fitnesslevel steigern willst. Um Deinem Gehirn eindeutig zu zeigen, wie Du Dich in einem Jahr siehst, kannst Du ein Bild von einem Marathonläufer oder einem anderen Sportler nehmen und setzt einfach mal Deinen Kopf oder Dein Gesicht drauf. Fühlt sich vielleicht erstmal ein wenig fremd an, ist aber für Dein Gehirn der entscheidende Knackpunkt, um ein Ziel von der sachlichen, hypothetischen auf die persönliche, realistische Ebene zu heben. Probier’s einfach mal aus.

Ein zweites Gedankenexperiment

Manchmal braucht es eben doch einen zweiten oder sogar dritten Versuch.

Ich habe es früher immer abgelehnt auf einem Tablet zu schreiben, also zum Beispiel auf einem iPad mit so einem Stift Notizen zu machen und so weiter. War absolut nicht mein Ding und ich habe den Stift wieder in die Ecke gelegt. Vor 2 Jahren der erneute Versuch, selbes Ergebnis. Vor einem halben Jahr dann der dritte Anlauf mit dem neuen iPad und passendem Stift dazu und was soll ich sagen: da war er, der Moment, der Durchbruch. Mittlerweile möchte ich nicht mehr ohne und nutze beides, vor allem zum Festhalten von Notizen, egal ob daheim oder unterwegs, täglich.

Worauf will ich hinaus?

Manchmal sollte man bestimmten Sachen wie zum Beispiel neuen Technologien oder Softwarelösungen einfach nochmal eine zweite oder sogar dritte Chance geben. Die Entwicklungen sind in kürzester Zeit erheblich und was Dich in der ersten Version noch gestört hat, kann in der zweiten oder dritten Version bereits ganz anders gelöst sein. Technik, egal ob Hard- oder Software, lebt von dem Feedback der Nutzer. Manchmal braucht es ein paar Anläufe bis es richtig passt. Um das wiederum richtig einschätzen zu können, lohnt es sich aus meiner Sicht bei vielen Dingen mit entsprechendem zeitlichen Abstand einen zweiten oder dritten Versuch zu starten.

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